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| Rezepte
Hausschlachtung 1 |
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Halber
Kopf, "Backe" genannt
Nicht nur die älteren Leute schwärmen davon, auch die jüngeren, vor allem
die Männer, die gerne herzhaft aßen, mochten diesen kalorienreichen
Brotbelag.
Früher war er ein traditionelles Weihnachtsessen. Wenn man durchgefroren und
hungrig aus der "Ucht" kam, freute man sich auf ein kräftiges Essen
mit "Backe".
In vielen Familien bereitet man die "Backe" schon einige Tage vor
dem Fest zu, indem man sie abkochte und bis Weihnachten in folgende Marinade
legte:
Halb Brühe und halb Weinessig aufkochen und heiß über die fertig
zubereitete "Backe" gießen. 4-5 Tage darin ziehen lassen. |
Zutaten:
1
geräucherter Schweinekopf
Salz
Wasser
weißer Pfeffer
viele Zwiebeln |
Zubereitung:
Den
Schweinekopf in reichlich Wasser gar kochen. Das Fleisch mit der Schwarte aus
den Backen lösen, die Schwarten vorsichtig abtrennen, alle Teile salzen und
pfeffern. Die Fleischseite dick mit hauchdünnen Zwiebelscheiben belegen,
Pfeffer drüberstreuen. Die Schwarte darüber klappen und das Ganze auskühlen
lassen. Damit der Zwiebelgeschmack besser in das Fleisch eindringt, beschwert
man die Schwarte mit einem Teller oder Brettchen. Dünn aufschneiden und auf
Pumpernickelscheiben legen.
Ein deftiges, kräftiges Winteressen. |
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Kohlwurst
Was wäre ein Grünkohleintopf ohne ein gutes Stück Fleisch oder eine
kräftig gewürzte Wurst?
In Ostwestfalen gab es dazu eine leicht geräucherte Bratwurst, die, im
Eintopf obenauf mitgeschmort wurde und das Gericht besonders schmackhaft
machte.
Man konnte diese Grünkohlwurst, wie sie vielerorts auch genannt wurde,
praktischerweise beim Metzger kaufen.
Wenn man sie aber selber bis zum Räuchern vorbereiten wollte, dann machte man
es so: |
Zutaten:
2
kg Schweineschulter
40 g Rötesalz
etwas Muskat
250 g Zwiebeln
Salz & Pfeffer |
Zubereitung:
Zu
Mett wurde das mit Fett durchwachsene Fleisch des Vorderblattes oder
Vorderschinkens verwendet. Die Schwarten wurden abgelöst, das Fett zum Teil
entfernt. Fleisch, das übrige Fett und die abgezogene Zwiebel wurden durch
die grobe Scheibe des Fleischwolfes gedreht. Mit Salz & Pfeffer gewürzt
und das Rötesalz zugegeben.
Danach blieb das Mett eine Zeitlang stehen, damit die Gewürze gut durchziehen
konnten. Diese Masse füllte man in Naturdärme, band sie zu Ringen ab und gab
sie zum Räuchern.
Die Wurst sollte weich bleiben und durfte nicht wie z.B. eine Mettwurst, zu
stark geräuchert sein. |
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| Möpkenbrot |
Zutaten:
10 Liter frisches Blut
2 1/2 kg Schrot
500 g Speckwürfel
viele Zwiebeln
Äpfel
Pfeffer
Nagelpfeffer
Salz
Kumin
Piment |
Zubereitung:
Das frische, warme Blut wird mit dem Schrot und den Speckwürfeln vermengt und
mit den Gewürzen pikant abgeschmeckt. Man kochte es in einem Topf oder
Wasserbad und füllt es zum Auskühlen in eine Schüssel. Man schneidet es Portionsweise
ab und würfelt es. Viele Zwiebeln und viel Speck ebenfalls würfeln. Zusammen
in einer Pfanne gut durchbraten. Inzwischen einige Äpfel schälen, würfeln
und kurz mit durchschmoren.
Sofort essen.
In manchen Gegenden träufelte man noch Rübenkraut über das Gericht. |
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