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Blutgemüse
Sicherlich kann man sich - um diesen Eintopf herstellen zu können - das
Schweineblut auch bei einem Metzger besorgen, viel schöner aber ist die Sitte
aus dem Paderborner Land, sich eine Tasse Blut bei dem Nachbarn zu holen, der
gerade geschlachtet hat. Deshalb gibt es dieses Blutgemüse, anderenorts auch
Schweinepfeffer genannt, vornehmlich im Winter, wenn geschlachtet wird. |
Zutaten:
750 g Kleinfleisch von Schwein
(Rippe, Bauch, Backe, Haxe usw.)
2 Lorbeerblätter
Salz
Nelkenpfeffer
1 Liter Wasser
3-4 dicke Zwiebeln
500 g Kartoffelwürfel
250 g getrocknete Pflaumen
(ersatzweise 1 glas eingekochte Pflaumen)
1 Tasse Blut
etwas Mehl
Essig & Zucker |
Zubereitung:
Die getrockneten Pflaumen einweichen und vorkochen. Das Kleinfleisch in große
Würfel hacken und mit den Gewürzen sowie den geschnittenen Zwiebeln und dem
Wasser zum Kochen bringen. So lange kochen lassen, bis das Fleisch fast gar
ist. Danach die vorgekochten Pflaumen (od. 1 Glas Pflaumen) und Kartoffeln
zugeben und alles gar schmoren. Blut und Mehl verrühren und das Gericht damit
andicken. Mit Essig und Zucker süß-säuerlich abschmecken. |
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Dicke
Bohnen mit Speck
Die große Verbreitung des folgenden Gerichtes erkennt man noch heute an dem
plattdeutschen Spruch aus alten Zeiten:
Jau, de schönste Tied von'n Summer,
is de Grautebaunentied -
in de Grautebaunentied,
bu, wäör mi no maol so wied! |
Zutaten:
1 Kg große Bohnen
("Dicke Bohnen", "Pferdebohnen", "Saubohnen")
1 Kg Kartoffeln
2 Zwiebeln
80 g geräucherter durchwachsener Speck
Salz & Pfeffer
1/4 Liter Wasser
20 g Mehl
Bohnenkraut
Britteln:
1 Ei
1 Prose Salz
5 Eßl. Mehl
Alles miteinander verreiben und zwischen den Händen zu kleinen Flocken,
Britteln genannt, zerreiben. |
Zubereitung:
Die Bohnen werden ausgehülst und in kochendem Salzwasser gegart. Zwiebeln und
Speck würfeln und anbraten. Mit Mehl anschwitzen und mit dem Gemüsewasser
ablöschen. Die Bohnen und die gekochten Kartoffelstücke unter die Sauce
ziehen. Mit Salz, Pfeffer und Bohnekraut abschmecken.
Wer dieses Gericht nicht gerne "durcheinander" isst, der kann die
Kartoffeln dazu getrennt reichen.
In einigen Dörfern des Münsterlandes wird dieses Gemüse dünnflüssig
gegessen. Der Speck wird nicht gewürfelt, sondern am Stück mitgekocht.
Anschließend wurde der Speck auf einem Brett kleingeschnitten.
In Ostwestfalen z.B. in Warburg, ist es Sitte statt der Kartoffelwürfel
Britteln einzumengen und 10 Min. ziehen zu lassen.
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| Grünkohlessen |
Zutaten:
1500 g Grünkohl
60 g Schmalz
2 Zwiebeln
1/4 Liter Wasser
salz & Pfeffer
4 geräucherte Mettendchen
500 g frische Bratwurst oder
500 g Rippchen vom Schwein
Dazu:
1 Kg Salzkartoffeln
(gewürfelt und gekocht) |
Zubereitung:
Den Grünkohl gründlich waschen und kurz abkochen. Das Wasser wegschütten
und den Kohl fest ausdrücken. Nun den Kohl in Streifen schneiden. Die
Zwiebelringe und die Wurst od. die Rippchen in Schmalz goldgelb anbraten. Den
Grünkohl zugeben und mitschmoren, mit Wasser ablöschen. Salzen und pfeffern.
Mettendchen obenauf legen und ebenfalls mitschmoren. Zum Schluss Kartoffeln
unter das Gemüse heben.
Im Beckumer Raum kocht man gern 2-3 Winterbirnen im Gemüse mit. Sie erhöhen
das Aroma und machen den Kohlgeschmack etwas lieblicher.
Die Birnen werden ungeschält beigegeben und nach dem Garen gesondert zu dem
Eintopf gereicht.
Außerdem muss der Kohl "glänzen", d.h. es darf nicht mit Fett
gespart werden. |
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