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und Erbsensuppen wurden immer gleich in großen Töpfen gekocht. An
arbeitsreichen Tagen waren sie unter wenig Zeitaufwand schnell zubereitet und
häufig diente die Menge, die eigentlich für zwei Tage reichen sollte, nur für
eine Mahlzeit, da es allen so gut schmeckte.
Die Zubereitung bot den einzelnen Regionen durchaus Varianten an. So säuerte
man die Bohnensuppe häufig mit Essig und reichte dazu einen eingelegten
Hering oder einen Speckpfannekuchen.
m Ruhrgebiet rührte man unter die Erbsensuppe etwas rohes Sauerkraut. Dazu aß
man im Sauerland außerdem noch Reibeplätzchen. Heute sind diese Suppen häufig
Samstagsgerichte. Sie wärmen und sättigen und sind außerdem das
traditionelle Essen an Schrebergartenfesten im Ruhrgebiet und auf Schützenfesten.
Wer kennt noch die Gründonnerstagssuppe?
er Gründonnerstag war wie der Karfreitag ein Abstinenztag. Man aß gerade
soviel und so gehaltvoll, dass man den größten Hunger stillte. So bot das
frisch sprießende Grün eine gute Möglichkeit für eine vollständige
Mahlzeit. Man pflückte an den Wegesrändern Kräuter und junge Blättchen,
wie z.B. den Sauerampfer, Brennnesseln oder Giersch. Und von den Hecken zupfte
man die frischen Triebe.
ie wurden gewaschen, fein gehackt und zum Schluss in eine mit Mehl angedickte
Brühe gegeben. Für ganz "starke Esser" fügte man gekochte
Kartoffelwürfel zu. An Kräutern oder Wildgemüse wurde anschließend so viel
in die Suppe getan, dass sie kräftig grün aussah.
Diese Suppe war nicht nur vitaminreich, sondern sie entschlackte auch den
Körper und bereitete den Magen auf das österliche Mahl vor.